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Bobath

bobathDas Bobath Konzept ist eine von vielen Sonderausbildungen und Behandlungsmethoden in der Physiotherapie. Sie ist eine spezielle KG-Technik für die Behandlung von Personen mit einem neurologischen Krankheitsbild (z. B. Schlaganfall mit Halbseitenlähmung). Ziel dieser Behandlung ist die Optimierung und Verbesserung der betroffenen Strukturen in ihrer Funktion und Ausführung, um dadurch Mobilität und Selbstständigkeit zu fördern.
Weiterhin dient sie zur Aufklärung der betroffenen Person (Anverwandte/Freunde), um die Lebensqualität zu erhalten bzw. zu sichern.

CLINICAL  REASONING IM  BOBATH

Das  Bobath Konzept ,wie es sich mit Bertha und Karel Bobath entwickelt hat, beruhte von Anfang an auf Erfahrungen. Zum einen aus den Erfahrungen rund um die Bewegung, die Bertha Bobath während ihrer tänzerischen Ausbildung an gesunden Menschen machte und den Bewegungserfahrungen aus ihrer Arbeit im Krankenhaus ( 1943 ) an neurologisch erkrankten Menschen und zum Anderen die medizinische Erfahrung von Karel Bobath durch sein Medizinstudium und seine Forschungen rund um das Gehirn. Aus diesen Grundlagen und dem Austausch der beiden untereinander, den genauen Beobachtungen am Mensch und der Austausch mit anderen Therapeuten und Ärzten entwickelte sich das Bobath Konzept. Bertha und Karel Bobath machten Studien an neurologischen erkrankten Menschen immer mit dem Wissen um die normale Bewegung. Weiterhin war es den beiden wichtig den erkrankten Menschen in die Therapie einzubeziehen, ihn nach seinen Wünschen und Zielen zu befragen um diese in der Behandlung, nach Abwägen der Umsetzbarkeit, zu realisieren. Aus diesem Wissen um die Bedürfnisse und Erwartungen der Patienten ergab sich diese lösungsorientierte Herangehensweise, das Bobath Konzept. Auch in ihren Fortbildungsveranstaltungen war es für das Ehepaar Bobath Immer wichtig ein Konzept zu vermitteln, einer offenen, auf Erfahrung basierenden  Behandlungsweise. So wurde es nach dem Tod der beidem, 1991, auch übernommen und weiterentwickelt.

Die IBITA, eine weltweite Vereinigung von Bobath Therapeuten, die sich 1984 Gründete und bis heute besteht, führte nach dem Tod von Bertha und Karel Bobath deren Ansätze und Vorstellungen weiter und ließ das Bobath Konzept
Bis heute weiter reifen. Die interdisziplinäre Arbeit hat einen noch größeren Stellenwert erhalten, wir Sprechen heute von einer 24 Stunden Versorgung des Patienten. Alle am Patienten beteiligten tauschen sich untereinander aus um für ein Maximum an Input zu sorgen. Anfang  der 30er Jahre ging die Neurowissenschaft davon aus, dass das Gehirn hierarchisch aufgebaut ist und daraus ergaben sich die Therapieansätze der Reflexhemmung, da Spastik als Reflex gesehen wurde. Im Laufe der Zeit wurden die Studien rund um das Gehirn immer genauer nicht zuletzt mit der Entwicklung der bildgebenden Verfahren. Heute spricht  man von einem Systemmodell, ein kommunizierendes System. Wir wissen nun aus der Neurophysiologie, dass es für jede Handlung, die ein Mensch ausführt, ein Netzwerk im Gehirn gibt. Diese sind teilweise miteinander verknüpft, es gibt solche, die haben wir von der Geburt an und  andere die erst im Laufe unseres Lebens durch Bewegungserfahrung
angelegt werden. Bei einem Insult im Gehirn werden manche Netzwerke zerstört und auch Verbindungen unterbrochen, aber nicht unbedingt alle. Dieses Wissen machen wir uns in der Therapie zunutzen, wir können auf, herausgefunden durch die Befundaufnahme, bestehende Netzwerke  zurückgreifen und wir können durch gezielte, aufgabenbezogene Therapie  neue Bewegungsmuster können und auch neue Verknüpfen.

Dazu ist es wichtig, dass ich die Fähigkeiten des Patienten aus Unterschiedlichen Sichten beurteile. Seine kognitiven  Fähigkeiten: kann er seine veränderte Lebenssituation Einschätzen und bewusst wahrnehmen, sind seine Ziele für die Zukunft realistisch, kann er Aufträge verstehen und umsetzen?

Seine artikulären Fähigkeiten:
liegt eine eingeschränkte, oder nicht mögliche
Gelenkfähigkeit vor ?
Schmerzen im Gelenk ?
Ist die Heftzwecke hier zu suchen, z.B. ein auffälliges Gangbild wegen
eingeschränkter Hüftext.?
Gibt  es ein neuromuskuläres  Problem: Muskelverkürzung; Kraft; Schmerz?
Störungen Perzeption: Spürt der Mensch seine linke Körperhälfte anders als
die rechte, gibt es Gefühlsstörungen in den Händen oder den Füßen?

Mit diesem Handwerkzeug und dem Wissen um die normale Bewegung Lerne ich den Menschen kennen. Ich suche den Austausch, ich frage und erkläre. Mit dem Wissen um die Netzwerke arbeite ich aufgabenbezogen. Ich stelle dem Patienten eine Aufgabe und fordere somit seine aktive Beteiligung und Aufmerksamkeit. Diese Aufgabe erarbeite ich mir aus der Zielvorstellung des Patienten und kann daraus die Analyse der Bewegung erstellen.
Mit dieser Analyse kann ich mit meinen Erfahrungswerten und dem Handwerkszeug die Hauptstrategie und das Hauptproblem des Patienten Festlegen. Das wiederum ist die Grundlage für meine Zielsetzung als Therapeut im Sinne von Nah- und Fernziel, abgestimmt auf die Zielsetzung des Patienten. Bein meinen Behandlungsprinzipien steht die Aufgaben – Individuum- und Umwelt bezogene Vorgehensweise im Vordergrund.

Das was die Bertha und Karel Bobath schon als Vorreiter handhabten, der Austausch aller am Patienten beteiligten Personen (Ärzte, Therapeuten, Pflege, Angehörige) nennt man heute CLINCAL REASONING. Gemeint sind Begründen, Denken, Folgern, Argumentieren, Urteilen, um eine Entscheidung zu finden und Problemlösungsstrategien. Das heißt es geht um Reflexion, ich sehe und beurteile einen Patienten als Physiotherapeutin und die Reflexion über das, was ich tue, auch im Austausch mit anderen an dem Patienten beteiligten Disziplinen führt zu dem Ergebnis und dient der Grundlage für das Bobath Konzept, der lösungsorientierten, auf das Individuum, der Aufgabe und der Umwelt bezogenen Vorgehensweise.